Wie im letzten Beitrag versprochen hier nun der abschließende Post über die Fertigstellung der Digital-Audio-Workstation. Ziel war es einen Vorhandenen Rechner als DAW zu betreiben mit den Mitteln die vorhanden sind. Nicht aus Geiz, sondern weil es eben da ist und genutzt werden sollte. Ich wollte herausfinden, ob ich das gesetzte Ziel umsetzen kann mit dem, was ich an Hardware zur Verfügung habe und das möglichst ohne zusätzliche Kosten für irgendwelche Lizenzen.
Ich hatte für das Projekt einen recht Leistungsfähigen Rechner mit einem i5 Quad Core Prozessor und 16 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Als Datenträger ist eine 256 GB SSD Platte verbaut. Grafikkarte ist eine Intel OnBoard. Da es hier nicht um Grafik oder Video geht ist das völlig ausreichend. Als Hardware für die DAW-Stand mir ein altes Effektgerät zur Verfügung. Ein Alesis iO2 Express.
Funktionieren sollte das alles auf einem Windows 11 64 Bit. Als DAW-Software kommt eine schon vorhandene Lizenz von Magix Musik Maker 2025 zum Einsatz.
Ab hier kann ich es kurz machen. Die Schere zwischen alter Hardware und neuem Betriebssystem auf einem relativ aktuellen System war einfach schon zu groß. Auf einem Linux Rechner habe ich das ganze zwar akzeptabel zum Laufen gebracht, aber das gelbe vom Ei war es dann auch nicht. Ardour, was unter Linux als DAW-Software laufen sollte, hat alles gemacht was Grundlegend zu erwarten war. Mehr dann aber auch nicht.
Diese Software hat einerseits eine für mich sehr hohe lern Kurve. Ich konnte meine Gitarre darüber spielen und auch aufnehmen, aber ich bekam auf Biegen und Brechen keinen AMP-Simulator zum Laufen. Den brauche ich aber um für meinen Musikstil den Verzerrer nutzen zu können. Ich war nicht in der Lage irgendwelche Effekte in kurzer Zeit zu nutzen. Da haben auch die Zahlreichen Videos nichts daran geändert die ich dazu konsumiert habe.
Somit sah ich für mich persönlich keine andere Option als das Projekt mit diesem alten Effektgerät abzubrechen. Aber nicht mein Ziel bis eben auf eine Ausnahme. Ich wollte nur nicht noch mehr Zeit darin investieren. Diese investiere ich lieber in das Musik machen und nicht mit suchen. Es musste mindestens ein neuen Modeler für mein Vorhaben her.
Mit neuer Hardware wieder von Vorn
Nun kam der WIN-Rechner wieder zum Einsatz. Erst einmal das ganze alte unbrauchbare Zeug sauber deinstallieren und System aufräumen. Alle bis dahin erschienen Updates installiert und die Kiste war wieder fit.
Zum Einsatz kam nun der Harley Benton DNAfx GiT Core. Ein digitaler Amp-Modeling- und Multieffekt-Prozessor für E-Gitarristen und Bassisten. Man merkt eben doch, wenn die Hardware und die Geräte daran sich in einer Generation befinden. Da Weihnachten vor der Tür stand, gab e da Gerät dann auch noch zu einem Schnäppchenpreis. Da hat dann auch noch mal die Kosten gesenkt.
Anschließen, Software herunterladen und das war es dann auch schon. Nun musste ich meine DAW-Software noch konfigurieren. Da sich das Harley Benton DNAfx GiT Core auch als Interface installiert, muss man es nur noch mit dem richteigen USB-C Kabel verbinden was OTG tauglich ist. Bedeutet nichts anderes, als dass, das Kabel in der Lage sein muss Daten zu übertragen. Theoretisch funktioniert es schon mit dem Original Ladekabel eines Smartphones. Die können das in der Regel von Haus aus.


In der DAW-Software wird dann das Signal als Mikrofon definiert. Einen AMP kann man direkt mit dem DNAfx GiT Core simulieren und das, was man da konfiguriert, kommt auch tatsächlich genau so in der DAW-Software an.
Die Schaltung der Geräte ist dabei relativ Simbel. Die Gitarre wird in das Effektgerät eingesteckt. Das andere Kabel führt zum Verstärker der nun nur noch als Box fungiert. Vom DNAfx GiT Core gehen zwei USB-Kabel zum PC. Ein besagtes USB-C mit OTG-Funktion, was für die Aufnahme in der DAV-Software nötig ist. Als weiteres ein Herkömmliches USB Kabel Stecker A auf B, was für die Konfigurationssoftware des DNAfx GiT Core gebraucht wird.
Ist das alles zusammengeführt und alles funktioniert kann man sich daran machen AMP, Sound usw. zu definieren, wie man es möchte.
Ein kleiner Tipp zu den Kabeln
Verwende Hochwertige Kabel. Man tut sich selbst keinen Gefallen, wenn man am Kabel spart. Billige Kabel haben eine schlechte Abschirmung und können unter Umständen unschöne Nebengeräusche sogar verstärken. Aus meiner Erfahrung sind hochwertige Kabel mit vergoldeten Steckern die empfehlenswertesten.
Wenn möglich haltet die Kabel kurz. Ich habe das Harley Benton DNAfx GiT Core dierekt auf dem Rechner liegen. Die Maße des Rechners sind ähnlich und so passte da eben gerade. So hat als OTG-Kabel dann auch ein 20 cm langes genügt. Das Ergebnis ist, dass, das Signal hörbar stärker am Rechner ankommt.
So als Fazit:
Durch die viel zu alte Hardware war ich gezwungen ein neues Effektgerät anzuschaffen. Auf der Grundlage das ich alles andere schon hatte und nur nutzen musste hat mich der ganze Spaß gerade einmal 79,-€ gekostet und die Freizeit, um das alles in die Tat umzusetzen. Letztendlich habe ich mein Ziel erreicht. Ich habe einiges dazu gelernt, was die Technik angeht, und kann jetzt genau so mein Gitarrenspiel ausüben und aufnehmen, wenn ich dies möchte. Für die Selbstkontrolle ist das sehr vorteilhaft.
Wenn Du Fragen zu dem ganzen hast oder einfach etwas Schlaues dazu beitragen möchtest, schreibe es in die Kommentare. 🙂
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