Wie ich in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema schon geschrieben hatte, habe ich Probleme bei der Übergabe des Signals an die DAW-Software. Der Ton kam ca. 1 Sekunde verzögert aus dem Lautsprecher. Was die Ursache zur Folge hatte das man den ersten Tackt hört, wenn man schon den Zweiten spielt. Das ist problematisch und funktioniert in der Praxis absolut nicht. Also mache ich jetzt ein Experiment aus dem ganzen, um zu sehen, ob ich es effizient lösen kann.
Ich hatte ja die Vermutung das dies an dem alten Gerät liegen könnte. Was aber angesichts der Leistung des Rechners keine Logische Schlussfolgerung ergibt. Letztendlich liegt es aber doch am Betriebssystem (WIN 11 64bit) auf dem das ganze funktionieren sollte. Die DAW-Software hat hier nicht genügend Ressourcen wie mir scheint. Sie ist nicht in der Lage die Signale so schnell zu verarbeiten, wie es nötig wäre. Zugegeben, es ist kein High-End Gerät und Grundsätzlich funktionierte es ja auch aber für gewisse Prozesse reicht es eben nicht aus. Die Musikindustrie wird wissen, warum sie keine Windows Systeme nutzt, aber gut. 😉
Da ich nun kein Mensch bin der gleich aufgibt, habe ich auf einem Testrechner ein Linux System (Zorin OS) installiert. Linux ist besonders effizient, vor allem auf aktueller Hardware. Auf einer SSD-Platte ist es extrem performant und kaum zu bremsen. Als DAW-Software habe ich mich auf die Schnelle für Ardour 8.12 endschieden. Ich musste mich erst einmal durch die Einstellungen lesen, um herauszufinden, ob das Alesis iO2 Express auch erkannt und installiert wurde. Denn einen Treiber bekommt man ausschließlich für Windows Systeme.
Das Gerät angeschlossen und siehe da. Ich habe an sich nichts anderes erwartet. Linux hat das Gerät stillschweigend erkannt und eingebunden. Ich musste es lediglich in Ardour händisch einmalig als Eingang aktivieren. Es funktioniert ohne Verzögerung, ohne irgendwelches Rauschen. Saiten Anschlag wird sofort mit dem Ton quittiert und alles ist im Fluss. Als Tipp, wenn es rauscht bei diesem Gerät dann den +48 V Schalter aus machen.
Der Sound der durch das Alesis iO2 ankommt, ist aber recht dünn und das Gain ist nicht wirklich brauchbar. Es hört sich eher so an wie ein vibrieren. Aber der Clean Sound ist auf jeden Fall sauber. Man kommt also nicht drumherum mit Amp-Simulationen zu arbeiten. Ardour 8.12 ist eine solche sehr bekannte und leistungsfähige DAW-Software aus der Open Source Welt. Die werde ich auch auf dem Rechner nutzen, auf dem das später alles laufen soll. Den da weiß ich das es mein Midi Gerät einbindet.
Ich werde auf Grund dieser Erfahrung das ganze auf jeden Fall unter Linux betreiben. Wieder einmal zeigt sich das alternative Betriebssysteme wie Linux in vielen Bereichen bessere Leistung erbringen. In Adour muss ich mich zwar einarbeiten, aber die Onlinewelt bietet wie immer jede Menge Video Material, um sich das anzueignen, was man nicht weiß. Ich bin gespannt, was ich aus diesem kleinen Ding noch rausholen kann. Wenn alles auf dem eigentlichen Rechner genau so läuft wie auf dem Testrechner gibt es noch einen Abschluss Beitrag mit Technischen Daten dazu. Sollten noch andere mit dem Gerät arbeiten, Tipps und Tricks sind immer willkommen.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Weihnachtszeit 🙂
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