Einer der teuersten Posten in den Nebenkosten ist der Strom, den wir alle in Hülle und Fülle benötigen, um unseren heutigen technischen Luxus zu leben und zu betreiben. Neben Kochen, Backen und Kühlschrank gehören obligatorische Rechner, Tablets und Smartphones dazu. Digitale Assistenten, die uns bei unserer Faulheit unterstützen, ebenso wie inzwischen Elektroautos und auch Werkzeuge.
Viele dieser Dinge brauchen einfach nur Strom, wenn man sie benutzt und Punkt. Einige Geräte aber brauchen auch Strom durch den Standby Modus. Wie etwa Smart TV, Musikanlage und dergleichen. Reinste Energieverschwendung und vor allem unnötige Kosten.
Um das zu kontrollieren, habe ich in diese W-Lan Steckdosen investiert und Erstaunliches herausgefunden. Energieklassen hin oder her, heutzutage brauchen Fernseher mehr Strom als Kühlschränke.
In unserer Multimedia Ecke mit Smart TV, Musikanlage, TV Streamer und einem Sprach-Assistenten, brauchen wir an einem Tag über eine Kilowatt Stunde Strom. Am Wochenende, wo die Kiste schon mal etwas länger läuft, brauchen wir bis 1,5 kWh. Im Standby Modus zieht der ganze Spaß konstant 21,5 Watt.
Unsere Kühl- Gefrierkombination braucht dagegen 0,5 bis 0,8 kWh Strom. Letzteres aber auch nur dann, wenn wir das warme, neu eingekaufte einräumen. Wenige Stunden später pegelte es sich bei ca. 0,6 kWh. Verbrauch ein und geht bis zum nächsten Morgen runter auf 0,5 kWh.
Gitarrenverstärker, zwei an der Zahl brauchen im ausgeschalteten Zustand permanent bis ca. 10 Watt. Warum das so ist, muss ich mal noch hinterfragen. Da kann man sich ausrechnen, was da an Stromverbrauch anfällt, der Kosten verursacht und effektiv nicht genutzt wird. Aber erzeugt werden muss er.

Gitarren Verstärker brauchen permanent Strom im ausgeschalteten Zustand
Nun haben wir aber auch mit der modernen Technik das Problem, dass man zum Beispiel die Smart TVs nicht einfach nach Gebrauch komplett ausschalten soll. Weil sie im Standby im Hintergrund mit unter Pflege Programme ablaufen lassen, um Pixelfehler zu verhindern. Es werden Updates gemacht insofern das Gerät am Internet angeschlossen ist usw. Frühestens eine Stunde nach dem Ausschalten mit der Fernbedienung kann man sie vom Strom trennen. Sonst besteht die Gefahr, dass das Display Schaden nimmt. So jedenfalls die Hersteller.
Also habe ich auf dieser Steckdose einen Timer eingestellt, dass der Strom 00:00 Uhr aus geht. Da wir berufstätig sind, macht das Ding auch keiner vor 16 Uhr am nächsten Tag wieder an, wenn überhaupt. Das spart uns jeden Tag mindestens 0,5 kWh Strom. Das macht in einer Woche immerhin 3,5 bis 4 kWh aus.
Rechnet man das mal auf ein Jahr hoch, bekommt man eine Vorstellung, welche Energie man ungenutzt verbraucht und bezahlt. Und das alles nur damit das rote Lämpchen den ganzen Tag darauf wartet, das endlich jemand auf die Fernbedienung drückt. Irre oder.
In den nächsten Tagen werde ich noch meinen Schreibtisch mit so einer Steckdose ausstatten und sehen, was mein Rechner und mein Soundsystem dort so verbraucht. Ich könnte wetten, dass auch hier irgendwo eine Stromquelle auf mich wartet, die immer etwas zieht, obwohl alles ausgeschaltet ist.
Außerdem werde ich eine Steckdose immer dann nutzen, um den Verbrauch zu messen, der nur durch das Laden von Smartphones, Smartwatches, Notebooks, eBook Readern usw. entsteht. Das wird ein interessantes Projekt, mal herauszufinden, wo unser Strom so überall gebraucht wird, nur für die Bequemlichkeit. Ich bin mir sicher das dabei über einen Zeitraum von ein oder zwei Monaten einiges an zusammen kommt.
Ich finde es ziemlich erschreckend, dass die Mehrheit glaubt, dass der Kühlschrank den meisten Strom verbraucht. Das mag vielleicht sein, wenn man einen 15 Jahre alten Stromschlucker hat. Aber halbwegs neuere Geräte sind da wesentlich besser aufgestellt. Selbst für den Betrieb der Kaffeemaschine und für das Kochfeld haben wir in einer Woche weniger Verbrauch als für die ganze Multimedia Technik, wenn sie im Standby nutzlos rumsteht.
Angenehmer Nebeneffekt ist, dass man diese W-Lan Steckdosen verbinden kann mit diversen digitalen Assistenten. So lassen sich unserer Bequemlichkeit zu gute kommend Dinge wie Lampen per Sprachbefehl oder über eine App an und ausschalten oder die Heizung steuern wenn man diese Thermostate dafür an den Heizkörpern hat. 🙂
Wenn ich weitere Ergebnisse habe, werde ich sie hier mit Euch teilen. 😉
Entdecke mehr von LP-Art by Lutz Peter
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
