Vor ein paar wenigen Tagen habe ich nun mein Facebook-Konto endgültig und dauerhaft gelöscht. Die Plattform ist für mich persönlich sowie im beruflichen Kontext so extrem uninteressant und irrelevant geworden, dass ich sie in den letzten Monaten kaum noch aktiv genutzt habe.

Eine eigene Facebook-Seite muss man heutzutage im Grunde gar nicht mehr betreiben oder pflegen. Solche Unternehmens- und Markenseiten werden in den gängigen Suchmaschinen sowie im internen Feed so gut wie gar nicht mehr organisch angezeigt. Es sei denn, man ist bereit, regelmäßig und kräftig Geld für förderliche Werbeanzeigen und gesponserte Beiträge auszugeben. Genau da liegt das fundamentale Problem der heutigen sozialen Medien: Facebook und Instagram haben über die Jahre definitiv den Fokus auf das Ursprüngliche – den echten, zwischenmenschlichen Austausch und wertvollen Content – komplett verloren.

Während früher eine durchaus vertretbare Menge an unaufdringlicher Werbung zu sehen war, die schlichtweg dazu diente, den Betrieb und die Weiterentwicklung der Plattformen zu finanzieren, haben sich diese Dienste heute in reine, überladene Werbeschleudern verwandelt. Die Feeds sind mittlerweile vollgestopft mit unseriösen Angeboten, unregulierter Promotion und dubiosen Anzeigen, sodass die Kanäle zu einem regelrechten Paradies für Betrüger und Spammer verkommen sind. Um diesen ununterbrochenen Strom an lästigem und irrelevantem Ballast überhaupt noch halbwegs filtern zu können, habe ich Facebook in der letzten Zeit ausschließlich mit einem streng eingestellten Werbeblocker besucht.

Aus all diesen Gründen habe ich sowohl Instagram als auch Facebook inzwischen endgültig den Rücken gekehrt. Der ursprüngliche Kerngedanke und der eigentliche Hauptzweck dieser Netzwerke – nämlich der kreative, authentische Content der Nutzerinnen und Nutzer sowie der echte soziale Austausch – verkommt immer mehr zu einem bloßen Mittel zum Zweck. Beiträge von Freunden und Bekannten dienen der Plattform heute nur noch als Vorwand und Lückenbüßer, um dazwischen eine stetig wachsende Flut an Werbeanzeigen zu platzieren. An dieser Entwicklung, bei der die Nutzererfahrung der reinen Gewinnmaximierung geopfert wird, möchte ich mich schlichtweg nicht mehr beteiligen.